Chronik 5
12.September - 25.Oktober 2007
Nach der OP, die Reha (AHB)

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13. September 2007

Gespräch mit der onkologischen Abteilung. Die Ergebnisse der pathologischen Untersuchung sind da. Das mir bei der Operation entnommene Gewebe beinhaltete keine lebenden Krebszellen. Das ist sehr selten, aber für mich sehr erfreulich. Die Chemo- und Strahlentherapie hat alle Tumorzellen abgetötet. Es sollten nun keine lebenden Krebszellen mehr in meinem Körper sein.

Eine Nachbehandlung war nicht mehr notwendig, keine weiteren drei Chemozyklen. Ich konnte sofort meine AHB, eine Rehabilitationsmaßnahme in Anschluss an meine Operation antreten.

Der Sozialdienst des Virchow Klinikums war zuständig, meinen Antrag zu bearbeiten. Ich hatte mir eine Einrichtung in Lübben, Spreewald ausgesucht. Zum 04. Oktober war ein Platz frei.

Ende September 2007

Langsam beginnt das Leben sich zu normalisieren. Nachdem ich anfänglich nur auf dem Rücken liegend schlafen konnte, was für mich sehr ungewohnt und unangenehm ist, kann ich wieder seitlich liegend schlafen. Ist stehe nicht mehr mitten in der Nacht auf und lege mich für jeweils 2 Stunden Schlaf abwechselnd ins Bett und auf meine Coach im Wohnzimmer. Ich kann nun durchschlafen, was mein allgemeines Wohlbefinden hebt.

Essen geht nur in vielen kleinen Portionen, wenn ich mal zu viel auf einmal esse, geht mein Kreislauf in die Knie und ich muss mich für einige Zeit hinlegen. Doch ich habe den Eindruck, dass es mit jedem Tag aufwärts geht.

04. - 25. Oktober 2007
Die Anschlussheilbehandlung (AHB)

4ter Oktober, ein Kleinbus holt mich um 11:00 Uhr von zu Hause ab. Die AHB beginnt mit einer Rundreise durch das südliche Brandenburg. Wir sammeln auf dem Weg nach Lübben noch 3 weitere Patienten ab. Auf dieser Tour kann ich die Schönheit des Schwielowsees bewundern.

Nach fünf Stunden erreichen wir die Reha- Klinik. Sofort sticht die bauweise des modernen, lichtdurchfluteten Neubaus ins Auge. Mein Zimmer ist für eine Person sehr geräumig. Ein kleiner Flur mit einer großen Einbauschrankwand verbindet den Schlaf- und Wohnraum mit einem geräumigen Duschbad. Bilder könnt ihr hier sehen.

In den kommenden drei Wochen erwartet mich ein tagesfühlendes Programm. Gleich am zweiten Tag geht es mit einer Eingangsuntersuchung los. In einem Eingangsgespräch werden die Aktivitäten und Therapien festgelegt. Ich habe so ziemlich jedes Angebot gebucht, wodurch mir wenig Pausen bleiben.

Mein Speiseplan wird jede Woche nach meinem Geschmack festgelegt. Ich erhalte keine besondere Kost, da ich ja auch alles essen kann, nur die Menge ist eingeschränkt. Insgesamt ist die Verpflegung sehr gut.

November 2007

Wieder zu Hause und die Möglichkeit sich an die neue Lebenssituation anzupassen. Hier kann ich essen, wann ich möchte und Hunger habe. Wie dem Leser auffallen dürfte, dreht sich bei mir vieles um das Essen. Vielleicht verständlich bei dieser Vorgeschichte..

Alles beginnt sich aber zu normalisieren. Am Sonntag den 18. November war ich für 4 Stunden in den Messehallen am Funkturm um Aufbauarbeiten für die Boot Berlin 2007 zu kontrollieren. Ich hab schon für mich beschlossen und bei der Krankenversicherung eingereicht, ab Dezember wieder schrittweise in das Arbeitsleben einzusteigen.

 

 

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Mein Krebs Frank Kolbe Berlin 2007